Die Legende der Schlafenden Indianerin



Flor del Aire (Luftblüte) hieß die indianische Prinzessin, Tochter des Urracá, dem tapfersten Häuptlings Panamás, im Kampf gegen die Konquistadoren.
Zu ihrem Unglück verliebte sich die Prinzessin in einen der weißhäutigen Krieger, die ihr Volk niederzwingen wollten.

Yaraví, einer der tapfersten jungen Krieger ihres Stammes, der ihr seine Liebe antrug, fühlte sich durch ihre Abweisung gedemütigt und mißachtet.
In seiner Hoffnungslosigkeit stürzte er sich vor den Augen der Prinzessin von dem Gipfel eines Berges in den Tod.
Sie wollte ihr Volk nicht verleugnen und sah den Spanier nie wieder.

Sie durchwanderte Berge und Täler und beweinte ihr Unglück. Über den vom Karibischen Meer benetzten Stränden ereilte sie der Tod. Liegend, fiel ihr letzter Blick in Richtung der geliebten Berge, wo sie einst geboren wurde. Die Berge berührte diese traurige Liebesgeschichte so sehr, dass sie die Silhouette der Prinzessin nachempfanden. So entstand die India Dormida.

Frei übersetzt nach Presbitero José Noto, De Historia de El Valle de Anton
Entlehnt von El Rugidor Vallero.

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